Der "Mensch steht im Mittelpunkt", der "Mitarbeiter ist unser wichtigstes Kapital" und "Mitarbeiterpotenziale sind Unternehmenspotenziale", all diese Sprüche haben in den letzten Jahren in den Unternehmen eine regelrecht inflationäre Tendenz gehabt. Sie hatten und haben das Ziel, das Humankapital für die Entwicklung des Unternehmens gewinnbringend zu nutzen. Der Gedanke ist sicherlich wichtig und richtig – flächendeckend funktioniert hat es jedoch bisher nicht. Ausnahmen sind einige Vorzeigeunternehmen, in denen das betriebliche Vorschlagswesen institutionalisiert ist und Mitarbeiterimpulse zu beachtlichen Verbesserungen der Unternehmensstruktur geführt haben.
In der Breite der Unternehmen führt der Satz "Mensch im Mittelpunkt" aber eher zu Frustrationen und Ängsten. Viele nicken auch lächelnd und wenden sich amüsiert ab. Woran liegt aber diese Haltung? Ist es nicht das Interesse eines jeden Mitarbeiters, Verantwortung zu übernehmen? Macht es nicht Freude, wenn die eigenen Ideen genutzt werden? Liegt es nicht in der Natur des Menschen, ideenreich, kreativ planend zu agieren? Denken diese Mitarbeiter denn nicht daran, dass sie ihre berufliche Zukunft nur sichern, wenn ihr Unternehmen marktfähig bleibt?
In diesen Fragestellungen stehen oft schon versteckte Schuldzuweisungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Dabei sind es oft die einzig von Führungskräften konzipierte Organisation und der gewählte Führungsstil, die Veränderungsimpulse seitens der Mitarbeiter nicht vorsehen. Kommunikation zwischen den Hierarchiestufen ist meist nicht bidirektional möglich.
Dazu kommt, dass sich die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, wie sie in manchen Organisationen in jedem Satz geschürt wird, nicht als dauerhafter Motivationsmotor eignet. Außerdem fragen sich die Mitarbeiter mit Recht, warum sie für die gleiche Entlohnung neben der ausführenden Tätigkeit auch noch die Planungsverantwortung und die Evaluationsverantwortung übernehmen sollen.
An diesen Beispielen wird deutlich, dass gerade die soziologisch-psychologische Komponente in einer Organisation eine wichtige Rolle einnimmt. Deshalb sieht AMbis die Mitarbeiterentwicklung immer im Kontext mit der Führungskräfteentwicklung, der Organisationsentwicklung und der Teamentwicklung. Erst wenn das menschlich-soziale Fundament im Unternehmen widerspruchsfrei geklärt ist, kann ein modernes technologisches Informationsmanagement effizient sein. Denn selbst die modernsten, schnellsten und komfortabelsten Kommunikationsmedien können nichts bringen, wenn die Menschen an den Schnittstellen nicht kommunizieren wollen oder aber nicht kommunizieren können.
Das "Nicht-Wollen" ist ein psycho-soziales Problem und kann nur durch gezielte Motivationsschulungen trainiert werden. Gerade in der Führungslehre, in der Psychologie und in der Soziologie gibt es viele Erkenntnisse, die Sie gezielt für Ihre Mitarbeiterentwicklung übernehmen können. Das AMbis-Team verfügt über das entsprechende Know-how. Das "Nicht-Können" ist ein methodisches Problem, das unter anderem in den AMbis-Praxis-Workshops "Selbstmanagement", "Zeitmanagement" und "Konfliktmanagement" abgebaut werden kann.